Nun auch noch dies: Ein auf meinem PC erfolgter Crashdown des Windows 8.1! Dazu etwas Stress, aber bald geht es weiter mit der KYORY-Werkelei!

An dieser Stelle erlaube ich mir eine weitere „Wahre Geschichte die das Leben so schreibt!“ einzuschieben: Denn am Sonntagmittag, 27. Februar „stürzte“ auf meinem Laptop - von einer Sekunde auf die andere - mein fünf Jahre altes Windows 8.1-Betriebssystem komplett ab! Das heisst, dass ich vorerst sprachlos auf meinen dunkelblauen Bildschirm starrte, wo ich nur noch den lapidaren Text „Windows kann nicht gestartet werden!“ lesen konnte. - Und nichts ging mehr!
Und ich stehe dazu, aus mir ist leider auch in meinen späteren Lebensjahren kein Computerfreak geworden und so rief ich noch voller Hoffnung nach Sandra! Aber mit einem mir eben nicht gerade viel Hoffnung einflössenden „Ohh-Ohh!“ musste sie mir, nach einigen nichts fruchtenden Tastenanschlägen, die betrübliche Mitteilung machen „Houston“; - äh sie meinte natürlich Papi -, we have a problem!“ Oder kurz und bündig of guet Schwiizer Dütsch: „Dis Windows 8.1 het vermuetli Selbstmord gmacht!“ Da ich mir in diesem Moment dann gleich das für mich schlimmste Worstcase-Szenario ausrechnete, dies mit Verlust aller Dateien mit Dokumenten, Fotos, Videos, Filmen, etc. - mit möglicher Anschaffung eines neuen PC’s - fing ich erst mal an zu fluchen wie ein Rohrspatz! Sandra versuchte mich soweit zu beruhigen, dass sie nun doch gleich als erstes probieren wolle, in eigener Regie, mittels Suche/Hilfe bei den einschlägigen Google-Seiten und Youtube-Videos, mein Windows 8.1 vielleicht doch wieder zu reaktivieren! Nun, Sandra versuchte über einige Stunden mit all ihrer PC-Erfahrung das unmögliche zu schaffen - aber es sollte nicht sein!
Also entschieden wir uns morgen Montagvormittag bei unserem PC-Doktor Michel in seinem PC-Informatikshop von Maharepa anzuklopfen. Nach Sandras Einschätzung hätte er vielleicht noch andere Möglichkeiten um entsprechende „Rettungsversuche“ zu starten, damit dann die für mich eigentlich schon verloren geglaubten Daten, oder wenigstens Teile davon, wieder zum Leben erweckt werden könnten!
Bitte liebe Blog-Leserinnen und Leser, fragt mich jetzt nicht auch noch wo denn meine Sicherheits-Disk geblieben sei? Verflixt nonemol, seit einem guten Jahr - ich schaufelte mir bei diesem Problem das eigene Laptop-Grab - habe ich Löli keine Daten mehr abgesichert! Verständlich, dass ich diese Nacht nicht gerade bestens geschlafen hatte, dabei verwarf ich auch den Gedanken vielleicht direkt Bill Gates in den USA anzurufen, da er sicher als Freund von Roger Federer in dieser Sache etwas Erbarmen mit mir als Schweizer hätte!? - Hahaha!

Aber um nun diese Geschichte etwas abzukürzen kann ich festhalten, dass ich nach mehrmaligem Nachfragen meinen Laptop am 9. März bei Michels Informatikshop wieder in Empfang nehmen konnte! Und zu meiner grossen Freude, konnte er uns dabei folgendes berichten:
1. Als erstes habe er versucht, mit den ihm zur Verfügung stehenden drei
    sogenannten „Windows-Absturz-Programmen“, mein Windows 8.1 wieder zu
    reaktivieren. Aber ihm war leider kein Erfolg beschieden und es blieb ihm
    nichts anderes übrig als mich zu informieren, dass nur noch die komplette
    und zeitintensive Wiederherstellung des Laptops, mit zusätzlicher Installation
    eines neuen Windows 10 Office-Betriebssystems, in Frage komme! Da es
    keine weiteren Alternativen gab, erteilte ich ihm den Auftrag für seine mir 
    vorgeschlagene Lösung, dies mit einer Kostenfolge von etwa 300 CHF!
2. So klonte er in einem ersten Arbeitsschritt alle auf meiner Laptop-Harddisk
    noch befindlichen Daten auf eine seiner externen Hard-Disks.
2. Dann widmete er sich der Wiederherstellung meines Laptops, wobei er
    begleitend das neue Windows 10 Office installierte. Dies nicht in seiner
    verständlicherweise französischen Landessprache sondern extra für mich auf
    Deutsch!
3. Dann erfolgte das Wiederherstellen, respektive Rückübertragen meiner auf
    seiner externen Disk zwischengelagerten Daten, zurück auf das „Laufwerk C:“
    meines Laptops.
4. Und in einem letzten Arbeitsschritt installierte er mir noch mit entsprechendem
    Update die Antivirus-Software „Avast“.

4. Und mit Rückgabe des Laptops gegen Abend des 9. März konnte er mir
    bestätigen, dass er nach seiner Überzeugung sicher um die 98% meiner alten
    Daten wieder herstellen konnte!
Mit dieser Aussage fiel mir natürlich ein riesengrosser Stein von der Schulter und noch so gerne bezahlte ich seine Rechnung über nun total 360.00 CHF! Denn Michel hat nach Sandras Einschätzung, neben der reinen Windows 10- und Antivirus-Software-Kosten, sicher ein Dutzend generöse Stunden für diese über sieben Werktage dauernde Arbeit eingesetzt!
Aber Sandra musste mich von meinem verständlichen „Hoch“ nochmals etwas runterholen, denn noch sei mein Laptop immer noch nicht ganz der „Alte“! Denn sie musste mir nun noch alle vor dem Windows-Crash auf meinem Laptop befindlichen Programme, wie zB das Word-Sprachpaket in Deutsch, Firefox, Picasa, Acrobat Reader, VLC, Sailmail, Open CPN, Skype, Calibre usw. in den neuesten Versionen runterladen! - Sandra, für diese ergänzend von dir, auch wiedermal in Sache „Laptop“, für mich investierten Stunden einfach ein Mega-Dankeschön!       
In den Folgetagen konnte ich nach wenigen Stunden an meinem wieder „auferstandenen“ Laptop - mit dem übrigens für mich schon etwas gewöhnungs-bedürftigem Windows 10 - feststellen, dass ich die bei diesem Windows 8.1-Absturz verlorenen paar Dutzend Picasa-Fotis sowie etwa zehn Word-Dokumente und einigen Videos gut verkraften kann! - Merci beaucoup, a nos ami polynesien Michel!

Nun wieder zurück zu unserem ansonsten „normalen“ Langfahrtenleben! Am Rande eines gegen Abend des 12. März im NW vorbeiziehenden Squalls verspüren wir einzig die sich drehenden leichten Winde und wir werden diesmal vor Regenschauern verschont. Aber die nachfolgend aufgeführten Werkel-arbeiten mussten wir dann schon das einte oder andere Mal wegen direkt über uns hinwegziehenden nassen Squalls unterbrechen. 

Hier noch einige Infos zu unseren aktuellen KYORY-Werkel-Wochen zwischen Ende Februar und anfangs März! So konnten wir gerade in diesen Tagen die Renovation der vier kleineren Decks-Luken mit deren Verkleidungen, die Emergency-Lucke in der Bugkabine folgt später nach, abschliessen. Dabei gehen wir wie immer nach dem gleichen Arbeitsablauf vor: Anschleifen des Untergrundes, dann wo Notwendigkeit besteht die Unebenheiten mit Filler zuspachteln und diese nach 16 Stunden wieder anschleifen. Dann folgt infolge der jeweils langen Warterei der einzuhaltenden Trocknungszeiten das abschliessende Bemalen mit Primer und Finish. Da aber diese Malerei mehrheitlich im Bootsinnern geschieht, habe ich hier nur je zwei Farbschichten aufgetragen. Ausserhalb haben wir einzig auf dem Salondach die BB-Luke rundum mit Sikaflex neu abgedichtet.

Auch hatten wir uns in diesen Tagen, bei immerhin noch stetigen 30° Celsius und leicht bewölktem Himmel, wieder mal dem Unterwasserschiff zuzuwenden. Dabei widmet sich Sandra der über drei Tage dauernden und viel Kraft und Ausdauer abverlangenden Reinigung des ganzen Unterwasserschiffes. Der Rumpf musste so von Grünbewuchs und teilweise festsitzenden Müschelis befreit werden. Wobei sie diese Unterwasserarbeit jeweils nur mit ihrer Schnorchelausrüstung erledigt und sie von sich, wegen der hier eigentlich immer vorherrschend starken Strömung, nach ein paar Stunden stetiger Flossenausschläge - auch als ausgezeichnete Schwimmerin - ihren Beinen schon einiges an Muskelkraft abverlangt! - Also ich könnte diese mehrheitliche Unterwasser-Arbeit, so wie Sandra dies jeweils durchzieht, nicht ausführen!  
Demgegenüber erledige ich jeweils in zwei etwas bequemeren Tauchgängen, ausgerüstet mit meinem von einer Motorrad-Batterie gespiesenen Freediver-Tauchsystems, das Reinigen des Ruders, des Skegs und des Propellers. Dabei begleiten mich an kurzen Leinen hinter meiner rechten fest geknüpft, zwei Spachtel, eine Drahtbürste und hinter der linken Hand unter dem Neoprenanzug noch ein grün/gelber Küchenschwamm. Aber mit dem Putzen und Entrosten der Ankerkette, dies von Glied zu Glied, steht mir in absehbarer Zukunft auch noch eine sich etwa über drei Tage dahinziehende Drecksarbeit bevor. Und da ich dann diesen Job kniend oder sitzend vorne auf dem Deck zu verbringen habe, werde ich dann wieder Hautnah fühlen, wo sich mein sonst mehrheitlich schmerzfreies Kreuz befindet! - Na ja, mit meinen bald 73 Jährchen darf mir doch wohl etwas "Jammern" erlaubt sein!? Schmunzel, schmunzel!    
        
Nebenbei sind wir bereits am Folgeprojekt mit den Vorbereitungsarbeiten zum neu ver-Sikaflexen unserer fünf grossen Fenster der Sprayhood beschäftigt.
Nur schon allein dieser arbeitsintensive Job hält uns sicher - bei hoffentlich viel sonnigem Wetter mit wenigen Squalls - über weitere zwei bis drei Wochen auf Trab! - Und dies alles ist halt bei einem Stahlböötli, im Vergleich zu einem GFK- oder auch Alu-Boot, schon eine etwas langwierigere Angelegenheit. Aber diese Arbeiten halten mich und auch Sandra auf Trab und so rosten wir wenigstens nicht ein!


Und zum Abschluss dieses Blog-Beitrages mal eine spezielle Sunset-Fotoserie, geknipst am 19. März zwischen 1758 bis 1813, vom KYORY-Deck aus über unser Ankerfeld auf der Sandbank vor Maharepa/Moorea hinweg!