In meinem Leben hatte ich schon viele Tage - an denen dann wirklich einschneidende Ereignisse mein weiteres Leben radikal veränderten!

Vorschau mit einer kleinen Zusammenfassung zu diesem neuen Blog-Beitrag!
Ja, nun ist es also endlich soweit und ich konnte heute einen ersten Teil meines neuen Blog-Beitrages in die KYORY-Website übertragen! Somit könnt ihr an meinen letzten, wirklich sehr "abwechslungsreich" verlaufenen und nicht enden wollenden Monaten teilhaben!
Wobei ich in diesem ersten Beitrags-Teil, weitere Fotos folgen nach, auf die verschiedenen Gründe dieses von mir immer wieder hinausgezögerten Erscheinungsdatum eingehe und im dann im Weiteren die Eigner-Übertragung auf den neuen Besitzer sowie die gleichzeitig erfolgreich abgeschlossene Suche nach einer «Wohlfühloase» auf dem nahen Festland - mit bereits ersten spannenden Erlebnissen - festhalte!
Aber bis zum Erscheinen des zweiten und um einiges längeren Beitrags-Teils, mit der Umschreibung der mich bis hin zur Erschöpfung belastenden Rep- und Unterhaltsarbeiten, müsst ihr euch noch einige weitere Tage oder gar Wochen gedulden. - Dazu also ein weiteres Mal vielen Dank meinerseits für euer Verständnis! 

Nun hat also die KYORY seit dem 17.4.2026 einen neuen Eigner - und ich als «Vor-Eigner» habe dann auch meine, mir schon vor langer Zeit gewünschte «Wohlfühloase» gefunden!  
So hatte ich doch schon vor Jahren angekündigt, dass ich hier in Französisch Polynesien meine Langfahrt mit der KYORY beenden werde. Als nun aber über die vergangenen Monate die letzten Rep- und Unterhaltsarbeiten aus den verschiedensten Gründen nur noch schleppend vorankamen, spürte ich eine vielfach körperliche Kraftlosigkeit die mich oftmals bis hin an die Grenzen der Erschöpfung führten! Wobei ich mich dann in den entsprechenden Blog-Beiträgen vom 10.2025 und dann nochmals letzten März klar geäussert habe, dass ich meinen mal grosszügig erarbeiteten Zeitplan nicht annähernd würde einhalten können! Aber gleichzeitig realisierte und spürte ich immerhin, dass mich der nun bevorstehende Abschied von meiner treuen KYORY emotional nicht mehr so stark belastete!  
Denn mitverantwortlich für diese für mich unerfreuliche Verzögerung, auch unter Berücksichtigung des für mich wichtigen Freiheit-Aspektes, waren die zwei folgenden Punkte:
Mehr als mir Lieb war hemmten mich vor allem die schmerzlichen Nachfolgen meines im 11.2022 erlittenen Rückenunfalls in meiner Bewegungsfreiheit und so musste ich mir begleitend zur körperlichen Erholung, dazwischen vermehrt ein paar freie Arbeitstage zugestehen! Wobei mich aber leider zusätzlich immer wieder neue blöde kleinere und auch ernstere Unfälle meine Arbeitsaktivitäten weiter einschränkten. Auf diese unerfreulichen Geschehnisse gehe ich dann später in meinem zweiten Beitrags-Teil ausführlich ein!
Aber ein nicht unwesentlicher Faktor bei dieser Arbeitsverzögerung waren schon die hier im Südpazifik von Januar bis Mai vielfach über 30° heissen und mit hoher Luftfeuchtigkeit angereicherten Tage - wobei sich auch die Nächte im Boots-Innern nicht viel anders präsentierten! Und die in diesem Mooring-Abschnitt stets wellige See schenkte mir dann auch noch wenige erholsame Schlafsequenzen!
So kämpfte ich tagtäglich mit vielen Short/Shirt-Wechseln und begleitenden Duschen dagegen an und war stets froh, wenn ein Tag mehr vorbei war!
(Aber gerade eben in diesem Moment, am frühen Nachmittag des 2. Juni, während ich diese Textpassage ins Word schreibe, machen diese heissen Tage und Nächte doch eine kleine Pause. Denn der hie und da nun zwischen Juni bis September aus dem S zu uns hinauf blasende Mara’amu, lässt bei tagsüber nur noch so 25°+ und nachts sogar nur 21°+ doch etwas kühlere und windigere Luft über uns im NW von Tahiti hinwegziehen! - Und dies gibt uns Europäern, mit den nun über die Leibchen angezogenen T-Shirts, fast schon ein «winterliches» Wettergefühl! - Schmunzel, schmunzel!)  
Aber Spass beiseite, denn in den vergangenen Monaten signalisierte mir mein Kopf schon auch, dass ich über die letzten paar Jahre die Abschlussarbeiten auf der KYORY etwas zu locker angegangen war, und so setzte ich mich nun halt selber vermehrt unter erhöhten Zeitdruck, was dann begleitend einiges an zusätzlichem Stress auslöste! - Doch ich wäre nicht ich, wenn ich selbst in solch dunklen Momenten als unverbesserlicher Optimist nicht wieder auf positiv Gedanken kommen würde!

Auch war ich mir auf meiner Langfahrt stets bewusst, dass der Entscheid für meine weitere Freiheit dann mal auf die spätere Sicherheit Einfluss haben wird! Dabei war ich aber durch all die Jahre meines Segelabenteuers stets überzeugt, dass ich auch in meiner Lebensabschlussphase an Land - bedeutet für mich auch «Back-to-the-roots» - weiterhin mein Leben würde leben können! Und die schon seit Monaten in meinem Kopf vorhandene Vorstellung bezüglich einer «Wohlfühloase» führte mich begleitend immer wieder in Richtung einer einfachen Mietwohnung, die mir keine grösseren Unterhalts- wie auch keine Gartenarbeiten abfordern würde! Für mich war - und ist es auch weiterhin - eine befreiende Erfahrung, diese Freiheit mit einer fast grenzenlos zur Verfügung stehenden Zeit zu spüren und vor allem auch erleben zu können! Denn nach meiner Überzeugung kann man zu keinem anderen Zeitpunkt im Leben in dieser Einzigartigkeit, die einem so geschenkte Freiheit nun auch im Seniorenalter ausleben und geniessen!

Aber begleitend ist es sicher auch für Aussenstehende nachvollziehbar, dass ein solch herausforderndes Leben stetige Veränderungen mit sich bringt und man sich auf diese Weise sukzessive verändert und nicht mehr derselbe Mensch ist, wie noch Jahre vorher! Ich für mich denke, dass ich mein Leben einfach wie ein Abenteuer angehen musste, ansonsten es mir sehr schnell langweilig geworden wäre! So war für mich das Reisen - und dabei vor allem dieses für mich abschliessende Jahrhundert-Abenteuer mit der KYORY - das beste und grösste Geschenk das ich mir selbst machen konnte!
Und so freue ich mich - als bald mal 80zigjähriger «Grufti» -, nicht mehr nur stark zu sein, sondern auch weiterhin wieder richtig in meiner eigenen Vorstellung von Freiheit leben zu können! Und begleitend kann ich es ja nun erst noch um einiges gemächlicher angehen lassen, dabei meinen «Rucksack» nochmals umpacken, um in meiner «Lebensabschlussphase» ein letztes neues Kapitel in meinem abenteuerlichen Leben aufzuschlagen! - Wie auch die Sonne stets jeden Tag von neuem aufgeht!

So war dann also dieser längst erwartete Tag am 17. April 2026 eingetroffen und diese abenteuerliche, am 4.8.2013 mit der KYORY in Porto Heli/GR gestartete und fast 13 Jahre dauernde Langfahrt um die halbe Welt, ging hier in Französisch Polynesien zu Ende!

Bevor ich aber nun endlich über meine letzten arbeitsintensiven und mich fordernden Monate auf der KYORY erzähle, möchte ich mich bei der ganzen Blog-Gemeinde bedanken, dass ihr für meine vorab kommunizierte mehrmonatige «Blog-Rückzugsphase» begleitendes Verständnis aufbringen konntet. Denn mir fehlte in dieser Zeit einfach die dazu notwendige Motivation und auch Kraft, mich dann vor allem abends noch an den Laptop zu setzen um entsprechende KYORY-Aktualitäten zu verfassen. So führte ich über die vergangenen Monate mehr oder weniger keine Kontakte auf den verschiedensten Kanälen und sogar die Geburi-Liste - und das will was heissen - liess ich links liegen! Begleitend habe ich einzig in den «Blog-Last News» jeweils kurz auf gewichtige Aktualitäten hingewiesen. Auch werde ich diese Website über die kommenden Jahre, in einer meinem neuen Leben angepassten Aufmachung weiterführen, wobei ich natürlich diesen KYORY-Blog dann mal in absehbarer Zeit noch entsprechend «umtaufen» werde! 

So, nun leite ich aber in diesem ersten Beitrags-Teil definitiv hinüber zu den für mich hart erarbeiteten letzten Monate auf der KYORY, die jetzt Schlussendlich für uns «beide» doch noch zu einem glücklichen Ende führten! Und dabei finde ich auch wieder «step-to-step» die notwendige Kraft und Motivation, um euch natürlich auch über "Mein Leben an Land - nach den KYORY-Jahren auf See!» aufzudatieren! Dabei kann ich euch versprechen, dass auch in diesen weiteren spannenden Geschichten der Humor nicht zu kurz kommen wird!

So beginne ich gleich mal mit den wichtigsten Ereignissen seit dem vergangenen 17. April, als ich die KYORY dem neuen Eigner übergeben konnte. Und dies mit grosser Freude, denn ich hatte über die letzten Monate genügend Zeit mich von meinem treuen Weggefährten KYORY intensiv zu verabschieden! Denn seit diesem 17.4.2026 hat die KYORY mit dem auch langjährigen Langfahrtensegler Yann einen neuen Besitzer, den Sandra und ich bereits während unseres längeren Aufenthaltes im 9.2015 in Taiohae auf Nuku Hiva, Marquesas/FP näher kennengelernt hatten! 
Es erfolgte nun durch die vergangenen Wochen eine schleichende Übergabe, wobei ich aber noch den einten oder anderen zusätzlichen Tag auf der KYORY verbringen werde, um diverse gewichtige Checklisten/Bedienungsanleitungen für Yann zu überarbeiten, sowie auch einiges davon mit Hilfe von «DeepL-Pro» ins Englische zu übersetzen. Und da er letzte Woche mit seiner Familie in die Ferien nach Frankreich abgeflogen ist und erst am 1. Juli wieder hier in Tahiti eintrifft, werden es für mich dann auch noch ein paar KYORY-Tage anfangs Juli sein!

Aber euch interessiert natürlich vor allem wie ich mich seit Mitte April in mein neues und verständlicherweise komplett gegensätzliches Wohnungsumfeld auf dem Festland der Insel Papeete - und warum denn nun doch nicht auf Moorea - eingelebt habe! Somit löse ich an dieser Stelle gleich mal das Rätsel mit dem Entscheid für Papeete hier auf, wobei dies vor allem mit meinem etwas vorgerückten Alter und der doch schon angegriffenen Gesundheit zusammenhängt:
Da möchte ich unter anderem meine über die vergangenen Jahre intensiver gewordenen Arzt- und Apotheken-Besuche erwähnen, wobei diese natürlich auch auf Moorea möglich wären, aber die Fachärzte wie auch Kliniken befinden sich verständlicherweise auf der Hauptinsel Tahiti. Begleitend haben auch die grösseren Fach- und Einkaufsmärkte alle ihren Hauptsitz in Papeete und die Kosten von ca. 25 USD für die knapp 1stündige Hin- und Rückfahrt mit der Fähre zwischen Papeete und Moore gilt es auch noch zu berücksichtigen!
Diese und einige weitere Punkte machten es mir leicht, mich dann doch für Papeete/Tahiti als meinen neuen Lebensmittelpunkt zu entscheiden! 

Dabei erscheint es fast unglaublich, aber ich stiess - im am 12.3.2026 für diese Wohnungssuche von mir wieder aktivierten Facebook - schon nach einem Tag auf eine vielleicht meinen Wünschen entsprechende «Wohlfühloase»! Und bereits gleichentags konnte ich mit der Appartement-Besitzerin Beli einen Besichtigungstermin vereinbaren sowie schon am Folgetag des 14. März mit ihr den Mietvertrag unterzeichnen!        
Und nun wohne ich also zusammen mit der 53jährigen sympathischen Beli, in einem Zimmer ihres ruhig und friedlich gelegenen und gegen SW ausgerichteten 4 1/2-Appartments in der fünf Stockwerke hohen "Residence Tamatea" (weitere Infos findet ihr auf der Website https://imaginepromotion.com/residence-tamatea/ , einfach noch auf Deutsch übersetzen). Diese Überbauung befindet sich genau 100 müM, oberhalb von Papeete in den Urania-Hügeln. Dies mit einem herrlichen Ausblick über die weiter unten vor uns liegende See mit der Hafeneinfahrt von Papeete und zum Sunset verschwindet derzeit die Sonne um 16:30 Uhr über der NO-Spitze von Moorea! Die Monatsmiete beläuft sich auf umgerechnet 620 CHF, inklusive aller NK wie Strom, Wasser, Internet etc. und sogar ein Auto-Garagenplatz wäre noch dabei, aber ich verzichte vor allem aufgrund meines Alters und der angeschlagenen Gesundheit auf ein Auto! 

Einfügen möchte ich an dieser Stelle noch das für mich anfangs schwer nachvollziehbare Eintritts-Prozedere in dieser Überbauung. So ist aussen neben der Eingangstüre einzig ein kleines Code-Tableau eingebaut, wobei sich dann für uns Bewohner - nach dem eintippen eines 4stelligen Codes - die Türe entriegelt und uns Zugang zum Vorraum mit dem Lift und Türen zur Tiefgarage und zum Treppenhaus gewährt. Da gibt es aussen wirklich kein Tableau mit all den Namen der Hausbewohner und auch keine Gegensprechanlage oder Drucktasten um die Wohnungen anzuklingeln! Somit müssen sich also alle Besucher vorher übers Handy telefonisch anmelden und der Bewohner muss dann mit dem Lift nach unten fahren um für die Besucher die Haustüre zu entriegeln! 
Da überrascht es euch Leserinnen und Leser natürlich gar nicht mehr, wenn ich noch erwähnen muss, dass auch keine «Briefkästen» oder gar «Milchkästli» vorhanden sind. Denn sogenannte Briefträger gibt es hier nicht und somit muss auch ich mir bei der hiesigen Post OPT noch ein Postfach anmieten! - So halte ich hier doch gleich noch ein weiteres meiner - Schmunzel, schmunzel - fest!
         

Grundsätzlich lebe ich nun hier wie in einer WG und habe Zugang zum Wohnbereich mit Balkon, dem offenen Küchenbereich, einem Raum mit Waschmaschine und einem super Wäschetrockner und auch eine Dusche mit WC sowie ein separates WC ist vorhanden! Dabei steht mir die volle und grosszügige Infrastruktur zur gemeinsamen Benutzung zur Verfügung. Auch konnte ich übrigens zur Freude von Beli bereits bei ein paar Unterhaltsarbeiten im Sanitär- und Elektrobereich meine handwerklichen Fähigkeiten zu Nutze machen. - Aber auch fernab der See erinnern mich leider die öfters auftretenden Rücken-Schmerzen daran, es einfach nicht zu übertreiben!   
Ein aber in unserer Residence aktuelles und grösseres Problem betrifft die seit zehn Tagen nicht mehr im Betrieb stehende Liftanlage, was natürlich für alle Bewohner ein Ärgernis ist! Gemäss den Informationen seitens der zuständigen Service-Firma, müssen sie auf eine wichtige Ersatzteil-Lieferung aus Europa warten! Nun, für mich persönlich hat diese Lift-Pause auch was Positives, denn so kann ich über das 69 Stufen führende Treppenhaus das zu unserer Wohnung im Dritten OG führt, als zusätzlichen Teil in mein tägliches Fitness-Trainings einbauen!

Und ja, ich habe es hier mit dieser Wohnungswahl wirklich bestens getroffen, wobei nebenbei bemerkt Beli in einem FP/Tourist-Office in Papeete arbeitet. Begleitend können wir uns beide, aufgrund unserer ähnlichen Lebenseinstellungen, soweit auch gut auf kollegialer Basis miteinander unterhalten, - sie spricht neben Französisch auch sehr gut Englisch! Ergänzend teilt diese Wohnung noch die 10jährige, schon etwas altersschwache schwarze Katze «Moon» mit uns, die sich mehrheitlich schlafend in einem ihrer Verstecke aufhält, und mit der ich aber neben den von mir morgendlichen und abendlichen gewährten Streicheleinheiten ansonsten keinen weiter gehenden Kontakt habe. Denn sie "kotzt und scheisst" vor allem tagsüber - und das nicht nur 1x - ausserhalb ihres eigenen "Katzen-Klos"!
Als mich übrigens Beli bei unserem ersten Zusammentreffen vom 13. März durch ihr Appartement führte erklärte sie sich auch gleich einverstanden, dass ich mein Zimmer - ausgestattet mit einem 90x200cm Bett, mit einer wegen meinen Rücken-Problemen erst noch idealen harten Matratze, einem Nachttischchen und einem Einbauschrank - noch auf meine Kosten mit einer für mich natürlich wichtigen Ecktisch-Kombination für den Laptop und den Printer sowie einem bequemen Büro-Sessel ergänzen würde. Ja, und wie ihr gleich nach einigen weiteren gelesenen Zeilen mitbekommen werdet, führte dann dieser «Möbel-Einkauf» zu einer für mich weiteren unvergesslichen kleinen Geschichte, die mich immer wieder im Umgang mit diesen bezaubernden Menschen hier in Französisch Polynesien so berühren!

Zwischenzeitlich habe ich mich schon gut in dieses neue "Kapitel" meines nun anstehenden letzten «Lebensabschnittes» eingewöhnt, auch wenn mich immer noch hie und da der Gleichgewichtssinn an die schaukelnde KYORY zurückerinnert! Aber vielleicht interpretieren einige meiner Hirnzellen den bis vor kurzem stets beeindruckenden Ausblick vom Boots-Cockpit über die Reling hinweg auf die See ein bisschen Falsch! Denn wenn ich nun hier auf dem an der Hauswand vorstehenden Balkon am Tisch sitze, kommt es mir so vor, wie wenn mein Blick von einem Kreuzfahrtschiff-Balkon aus über dessen Geländer auf die weiter unten sich ausbreitende See schweift! - Schmunzel, schmunzel!   

Und natürlich sitze ich nun verständlicherweise auch vermehrt am Laptop in meinem «Home-Office», wobei ich mich als erstes mit dem Schreiben des letzten Kapitels meiner KYORY-Langfahrt beschäftige sowie abwechselnd - mit der dafür für mich notwendigen Geduld - am Französisch lernen über die Babbel-App bin! Dabei überlegte ich mir frühzeitig, wie ich bei meinen nun noch längeren Sitz-Marathons vor dem Laptop, speziell natürlich mit meinem Rücken/Kreuzproblem sowie auch den allgemein durch langes Sitzen hervorgerufenen Steifheit-Beschwerden, umgehen sollte.
Somit leite ich nun hinüber zu meiner vorhin erwähnten kleinen Geschichte, die mir am 20. April, im mir schon gut bekannten und preisgünstigen Einrichtungs-Shop «Tahiti Pas Cher» in Papeete passierte! Dabei suchte ich also noch ergänzend für mein Zimmer einen Ecktisch für meinen Laptop und Printer sowie einen fahrbaren, bequemen Bürosessel. Ich fand schnell das Gewünschte und konnte erst noch beides als Ausstellungsstücke um einiges günstiger, zu umgerechnet total 290 CHF erwerben! Mit dem Verkäufer vereinbarte ich, dass mir ihr Kurierfahrer diese beiden Sachen in der Folgewoche für 30 CHF direkt zur «Residence Tamatea» anliefern würde. 


Damit wäre eigentlich alles soweit klar gewesen, aber auf einmal war mir die Warterei von über einer Woche auf die Auslieferung zu lange und ich versuchte mit Unterstützung der Kassiererin einen Taxidienst zu organisieren, mit dem ich diese doch etwas sperrigen Einkäufe gleich zu mir nach Hause transportieren könnte. Aber nach diversen Anrufen bei Taxi-Unternehmen musste ich diese Idee aufgeben, denn keiner dieser Betriebe hatte für einen solchen Transport den dazu notwendigen Wagen. - Und nun habe ich einfach das Bedürfnis, diese sich jetzt daraus ergebende Geschichte euch hier in meinem Blog weiter zu geben! An deren Ende werdet dann sicher auch ihr verstehen, warum mir solch herzbewegende Vorkommnisse unter die Haut gehen und ich diese dann irgendwie festhalten muss!

So sah ich dann in diesem Moment durch die Glasscheibe einen grösseren Pick-up, der gerade auf den Parkplatz direkt vor der Shop-Eingangstüre zufährt, um hier vermutlich auch was einzukaufen. Umgehend ging ich nach draussen und begrüsste nach deren aussteigen eine ca. 40jährige Frau und deren ca. 20jährigen Sohn. Und einer weiteren meiner Blitzideen entsprechend wendete ich mich gleich an sie und fragte sie ob sie ein wenig English verstehe und sie was fragen dürfte! Als sie dies lächelnd bejahte, erklärte ich ihr kurz meine Situation mit meinen beiden Einkäufen, und dass ich für dessen Transport zu meinem neuen zu Hause hier in Papeete leider kein Taxi organisieren könne. Und nach einem tiefen Atemzug erlaubte ich mir einfach sie ganz frech zu fragen, ob sie mich - anschliessend nach ihrem Shop-Besuch - mit meinen eben erworbenen Gegenständen auf ihrem Pick-up zur etwas südlicher gelegenen «Residence Tamatea» fahren würde? Ohne gross zu überlegen oder sich mit dem Sohn abzusprechen antwortete sie: «Natürlich mache ich das gerne für sie, da ich diese Residence sowieso gut kenne!» Und so vereinbarten wir, dass ich die beiden Sachen, während sie den Shop aufsucht, hinten auf ihren Pick-up laden könne! - Wow, das war für mich ein weiteres, dieser mich hier immer wieder beeindruckenden Erlebnisse mit diesen einfach liebenswerten Polynesiern!
         

Währenddem sie gleich mit ihrem Sohn auf ihre Einkaufs-Tour ging, halfen mir zwei Ladenangestellte meinen eben erstandenen Ecktisch und Büro-Sessel auf dem Pick-up zu platzieren und gut festzuzurren! Wobei es für diese beiden Angestellten erst noch eine Selbstverständlichkeit war, vor dem beladen die beiden Sachen noch vorbildlich mit Plastikfolie zu umwickeln! Nach getaner Arbeit bedankte ich mich herzlich bei den beiden für ihre Hilfe und übergab ihnen einen Geldschein über 2'000 XPF (ca. 15 CHF) für ein kühles Bier!
Und etwa 10 Minuten später kamen die freundliche Frau und ihr Sohn wieder zurück zum Pick-up und sie meinte mit einem Lächeln im Gesicht: «Okay, let’s go!» Bevor sie einsteigen konnte überreichte ich auch ihr für die anstehende Fahrt einen 5’000 XPF-Schein (ca. 38 CHF) und sie zeigte sich überrascht von der Höhe des Betrages. Sie erwähnte, dass sie mir mindestens 2'000 XFP zurückgeben möchte, aber derzeit leider kein Wechselgeld auf sich trage. Natürlich erstickte ich ihren Wunsch gleich in den Keimen und bat sie einfach meine Bezahlung zu akzeptieren und es so sein zu lassen. Denn ich sei immer noch so erfreut über ihre mir entgegenkommende Zusage für diese Transportfahrt und umgehend verliessen wir die City in Richtung Süden! Gleich nach dem Wegfahren hatten wir einen regen Gedankenaustausch, wobei ich von den Einheimischen logischerweise immer in etwa die gleichen Fragen gestellt bekomme: «Woher kommst du? Was machst du hier? Hast du Familie?» usw.!
Nachdem ich sie entsprechend aufgeklärt hatte stellte sie mir noch die mich etwas überraschende Zusatzfrage: «Ja, hast du denn in der «Residence Tamatea» ein eigenes Appartement? Also erzählte ich ihr nun noch etwas detaillierter von meiner eben beendeten Langfahrt mit meinem Segelboot und dass ich kurz nach der Suche nach einer Wohnung, in der «Residence Tamatea» erfolgreich ein Mietzimmer in einem 4 ½-Zi-Appartement gefunden hätte! Gleich kam von ihr die mich nochmals überraschende Frage: «Ja, wer ist denn der Besitzer und Vermieter dieses Appartements?» Und als ich erwähnte, dass es sich um eine ca. 50jährige Chinesin, aber geboren und aufgewachsen hier in Polynesien sei und den Nachnamen Ou-Wen trage, passierte es! Abrupt ging der Fuss der Fahrerin vom Gas und sie drehte mit einem erstaunten Lachen ihren Kopf etwas zu mir gegen den Rücksitz und hielt fest: «Also diese übrigens 53jährige Chinesin hat den Vornamen Beli und ist eine langjährige Freundin von mir!» Nun erschallte von uns dreien nur noch lautes Lachen im Wagen und übereinstimmend stellten wir fest: «Das kann doch nicht wahr sein und wie klein doch die Welt ist!»
Und ihr liebe LeserInnen meiner Blog-Beiträge könnt euch sicher vorstellen was gleich anschliessend bei unserem Eintritt in Beli’s Appartement geschah - ich hatte natürlich schon seit ein paar Tage den Code zum Haupteingang und einen Wohnungsschlüssel zum Appartement -, als sie hinter mir noch ihre Freundin mit ihrem Sohn erblickte! - Ich beende an dieser Stelle diese doch einfach fast unglaubliche "Zufalls-Geschichte" und hoffe, dass sie auch euch alle - in unserer heute schnelllebigen und stressigen Zeit - ein wenig berührt hat!?


Dabei ist mir übrigens bei diesem Einkauf ein gewichtiger Fehler unterlaufen, denn ich testete den Büro-Sessel, kostete mich 120 CHF, nicht im Detail und musste dann zu Hause feststellen, dass ich die Rückenlehne gar nicht verstellen konnte - was natürlich für meinen Rücken beim langen Sitzen von grosser Wichtigkeit wäre! - So doof, habe ich doch diese Ausgabe in den Sand gesetzt! Also schaute ich mich die Tage danach in der City nach einem wirklich funktionalen Bürosessel mit Sitz- und Rückenverstellung sowie auch verschiebbaren Rücken- und Kopfkissen um und fand das gesuchte im «Office-One» für nun halt 195 CHF! Um meine vielen sich über die vergangenen Jahre angestauten Dokumente besser zu organisieren und aufzubewahren kaufte ich für 105 CHF noch ein entsprechendes Möbel mit diversen Fächern, das ich platzsparend in den Kleiderschrank einsetzen konnte.
Auch erinnert mich beim doch nun etwas bequemeren Sitzen vor dem Laptop ein Digital-Timmer - wie schon auf der KYORY - alle 90 Minuten an meine jeweils 15minütigen Fitness-Unterbrechungen für spezielle Übungen mit meinem Rücken, meinen Beinen und Füssen sowie Augen! Dies neben meinen weiterhin täglich über eine volle Stunde dauernden Fitness-Sequenzen!

Aber natürlich sitze ich nun nicht Tag für Tag vor dem Laptop, denn ich habe immer mal wieder abwechselnde Treffen mit Segler-Bekannten in der City oder habe neben Arzt-Besuchen ergänzende Besprechungen bei den verschiedensten Behörden. Und bereits führten mich im Weiteren zwei anstrengende Wanderungen durch die Urania-Hügel bis hinunter in die City von Papeete und wieder zurück hinauf in die Wohnung. Leider fehlt hier rauf eine Busverbindung und wenn ich jeweils zu Fuss, mit meinem leichten Rucksack auf dem Rücken, für die steile Strasse zum Stadtanfang hinunter nur 10 Min. benötige ist dann der Rückweg bergauf doppelt so Zeitintensiv. Auch dies berücksichtige ich für mich natürlich wohlwollend bei meinen täglichen Fitness-Trainings!
Aber nach meinen so in etwa wöchentlichen erfolgenden Food-Einkäufen im drei Km entfernten «Carrefour Pacific», mit dann jeweils zwei bis oben hin gefüllten Tragtaschen, muss ich vernünftigerweise auf die abschliessende Rückkehr zu Fuss - mit der es wirklich in sich habenden «Berg-Besteigung» - aufgrund meiner anhaltenden Rücken/Kreuzproblemen verzichten! Aber es ergibt sich dann des Öfteren auch die Möglichkeit, dass ich im Auto von Beli mitfahren kann oder ich benutze mal ein Taxi.
     
      

So werde ich jetzt vermehrt meine angeschlagene Gesundheit im Auge behalten, die sich natürlich aufgrund der vergangenen letzten stressigen KYORY-Wochen nicht ins Positive verändern konnte, um das meinige zu einer vielleicht nur minimalen Verbesserung beizutragen. Wobei ich hier nochmals anfügen möchte, dass ich seit zwei Jahren bei der FP-Krankenkasse CPS bin und sich der monatliche Mitgliederbeitrag auf umgerechnet 250 CHF beläuft. Auch habe ich bereits seit anfangs Mai im Paofai-Bezirk, mit 20 Gehminuten nur unweit der Wohnung gelegen, einen neuen jungen Arzt mit einer Apotheke gleich nebenan gefunden.